Die Künstler der 26. Musikwoche Hitzacker 2012:
Die Aufführung der Künstler erfolgt entsprechend der Konzertchronologie.
Virtuosi Saxoniae / Kammerorchester
Foto: Juliane Njankouo
Das Kammerorchester Virtuosi Saxoniae gründete Ludwig Güttler 1985. Die Variabilität der instrumentalen Besetzung dieses Ensembles, dessen Solist und Leiter er ist, eröffnet Ludwig Güttler vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für seine Konzertprogramme. Mit den Virtuosi Saxoniae, die auch in kleiner Besetzung als Solistenensemble auftreten, widmet er sich den Werken der europäischen Musikkultur des 18. Jahrhunderts.
Das Kammerorchester lebt in besonderer Weise durch sein Zusammenspiel von Klassik und Moderne: Die Künstler spielen zwar auf zeitgemäßen Instrumenten, orientieren sich aber an historischer Spielweise.
Erleben Sie die Virtuosi Saxoniae mit ihrem Leiter Ludwig Güttler bei der 26. Musikwoche Hitzacker am 17.02.2012, als Solistenensemble am 18.02.2012 und in zwei Konzerten am 26.02.2012!
Johannes Bancken und Joanna Przybylska
Foto: prvat
Johannes Bancken, 1994 in Ahaus geboren, begann im Alter von vier Jahren bei Mechthild van der Linde in Dortmund mit dem Cellospiel. Seit 2006 unterrichtet ihn Gotthard Popp an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, seit 2009 als Jungstudent. Er errang mehrfach 1. und 2. Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ auf Bundesebene in den Kategorien Violoncello solo sowie Violoncello und Klavier, zuletzt 2010 ein 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben, sowie einen 1. Preis beim Jungstudierenden-Wettbewerb J.U.S.T. an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Bancken besucht regelmäßig Meisterkurse. 2010 gab er auch sein Solodebüt mit einem Cellokonzert von Haydn mit dem Neuen Kammerorchester Düsseldorf. Seit September 2010 ist er Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung.
Foto: privat
Joanna Przybylska, geboren in Łodz/Polen, erlangte an der dortigen Musikakademie 1996 ihr Pianisten-Diplom mit Auszeichnung. Weitere Studien führten sie zu Arnulf von Arnim (Hochschule für Musik Detmold) und Roberto Szidon (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) und zu Karl-Heinz Kämmerling (Hannover). Ihr Konzertexamen folgte 2003. Joanna Przybylska ist Preisträgerin verschiedener Klavier- und Kammermusikwettbewerbe, so beim Bacewicz-Wettbewerb (1995) und Penderecki-Musikwettbewerb (1997). Sie erhält regelmäßig Einladungen zur Korrepetition von Streichinstrumenten, zu Meisterkursen sowie zu Solorecitals und Konzerten mit Orchestern in ganz Europa. Joanna Przybylska lehrt als Dozentin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.
Johannes Bancken gestaltet in Begleitung von Joanna Przybylska die Matinee „Junge Elite I“ am 19.02.2012 mit Werken von Koldály, Popper, Beethoven und Tschaikowsky.
Christian Langer und Dominic Oelze
Foto:
Christian Langer wurde in Borna bei Leipzig geboren und begann im Alter von 12 Jahren Schlagzeugunterricht zu nehmen. Über die Spezialschule für Musik Halle (Unterricht bei Ulrich Grunert) kam er an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, wo er bei Karl Mehlig studierte. Christian Langer ist Stellvertretender Solopauker der Staatskapelle Dresden. Dominic Oelze wurde in Magdeburg geboren und besuchte ebenfalls die Hallenser Spezialschule für Musik (Unterricht bei Stefan Stopora). Er setzte seine Ausbildung an der Leipziger Musikhochschule und am Mozarteum in Salzburg fort (Stefan Stopora, Peter Sadlo) und beendete es schließlich als Meisterschüler von Karl Mehlig wieder in Leipzig. Dominic Oelze ist als Schlagzeuger bei der Staatskapelle Berlin engagiert.
Zu erleben sind die beiden Ausnahmekünstler am 19.02.2012 im Perkussion-Konzert „Kreativ impulsiv“.
Friedrich –Wilhelm Junge und das Michael-Fuchs-Trio
Foto: Carsten Nüssler
Friedrich-Wilhelm Junge, 1938 geboren, legte 1960 die Bühnenreifeprüfung an der Theaterhochschule in Leipzig ab. Nach Engagements in Rudolstadt und Plauen gehörte er bis 1985 zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden, danach bis 1988 zum Ensemble der Volksbühne Berlin. Er gastierte am Bayerischen Staatsschauspiel München, in der Komödie Das Ei im Friedrichstadtplast Berlin, an Sächsischer Staatsoper Dresden und Teatro alla Soala in Mailand sowie bei vielen renommierten Festivals. 1988 gründete er das Dresdner Brettl, dessen Spielstätte seit 1994 der Theaterkahn am Dresdner Elbufer ist. Hamlet, Don Carlos, Gyges, Tellheim, Faust Natanael in Peter Hacks Uraufführung von Adam und Eva, Chlestakow in Gogols, Der Revisor, Wehrhahn in Hauptmanns Biberpelz, Werschinin in Tschechows Drei Schwestern, Dietrich von Bern in Hebbels Die Nibelungen, Krull in Sternhelms Kassette und Bassist in Süskinds Kontrabaß sind nur einige Rollen seines Repertoires. Er war in szenischen Programmen nach Literaturvorlagen etwa von Thomas Mann, Dostojewski, Bobrowski, Kafka, Kästner und Tucholsky zu erleben. Neben seinen Engagements bei Film und Fernsehen gestaltete er Chansonprogramme, gastierte mit musikalisch-literarischen Programmen und Cabaret-Vorstellungen in zahlreichen europäischen Metropolen sowie in Tel-Aviv und Vancouver. Friedrich-Wilhelm Junge ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und Kunstpreisträger der Stadt Dresden.
Die Auftaktveranstaltung Immer bleiben die Engel aus am Ende oder Von Schiller bis Müller, mit der 1988 das Dresdner Brettl das Bühnenlicht der Welt erblickte, wäre ohne das Michael-Fuchs-Trio nicht möglich gewesen. Mittlerweile sind die drei Herren – Roger Goldberg (Bass), Volkmar Hoff (Drums) und Michael Fuchs(Piano) – aus diesem Theater nicht mehr wegzudenken. Eine große Anzahl von Produktionen, die das Gesicht des Dresdner Brettl prägten und prägen, entstanden mit der „Hausband“. Der Erich-Kästner-Abend Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es oder der Kurt-Tucholsky-Abend Macher lernt’s nie gehören seit Jahren zum festen Bestand des Repertoires. Die Auftritte zeichnen sich durch die geschickten und fantasievollen Arrangements und Kompositionen von Michael Fuchs aus. Dass die Band auch außerhalb der Brettl-Bühne gefragt ist, davon zeugen zahlreiche Musicalproduktionen, wo sie in erweiterter Besetzung das Publikum bei der West Side Story und Hair ebenso begeistert wie bei The Rocky Horror Show und Fame. Dieses „Fremdgehen“ auf anderen Podien und die subtile Arbeit auf dem Theaterkahn befruchten sich gegenseitig.
Bei der 26. Musikwoche Hitzacker stellen Friedrich-Wilhelm Junge und das Michael-Fuchs-Trio am 20.02.2012 ihr humoristisches Programm „Hans im Glück oder Was ist deutsch?“ vor.
André Roshka
Foto: privat
André Roshka, 1983 in Kiew geboren, begann mit fünf Jahren Blockflöte zu spielen. Er besuchte die Nationale Musikakademie Kiew und studierte an der Universität für Kultur und Kunst seiner ukrainischen Heimatstadt. Schon währenddessen war André Roshka mehrfach Preisträger internationaler Wettbewerbe für Holzblasinstrumente. Er studierte bei Hans-Udo Heinzmann, zunächst am Hamburger Konservatorium, danach bis 2008 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, schließlich ab 2008 sein Konzertexamen bei Moshe Aaron Epstein. 2003 gründete André Roshka das durch die Yehudi Menuhin Stiftung geförderte „Trio83“. Er ist mehrfacher Stipendiat, seit Mai 2009 fördert ihn die Franz-Wirth-Gedächtnis-Stiftung. Seit seinem 14. Lebensjahr gibt André Roshka Solo- und Kammermusikkonzerte in vielen Ländern Europas, Tourneen führten ihn durch Australien, Neuseeland, Spanien, Portugal und Norwegen. 2005 war er 1. Flötist im Festival-Orchester des Festivals Junger Künstler in Bayreuth. Seit 2009 arbeitet er als Assistent von Moshe Aaron Epstein an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
André Roshka konzertiert im Rahmen der Exkursion der 26. Musikwoche Hitzacker am 21.02.2012 im Künstlerhof Schreyahn. Er wird begeleitet von Olga Chumikova am Cembalo.
Bläserquintett „Paesaggio Sonoro“
Foto: privat
Das Bläserquintett „Paesaggio Sonoro“ wurde im Frühjahr 2010 im Landesjugendorchester Baden-Württemberg gegründet. Ihm gehören Alexander Koval (Flöte, geboren 1994 in Bad Langensalza), Julia Obergfell (Oboe, 1995 in Villingen), Raphael Manno (Horn, 1996 in Tübingen), Sarah Geiger (Klarinette, 1994 in Heilbronn) und Johannes Hund (Fagott, 1995 in Stuttgart) an. Das Ensemble wird u. a. von Karl-Theo Adler, Klarinettist des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart, unterrichtet. Musikalische Impulse lieferten Meisterkurse bei Tobias Pelkner (Hochschule für Musik Detmold) sowie der Deutsche Kammermusikkurs bei Martin Spangenberg und Henrik Rabien. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2011 reüssierte das Bläserquintett mit einem 1. Preis auf Bundesebene. Konzertengagements führten es nach Hammelburg, Ludwigsburg, Korntal, Ulm, Sondershausen und Weimar. Das Bläserquintett „paesaggio sonoro“ erhält seit September 2011 ein Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler.
Das Quartett gestaltet die Matinee am 22.02.2012 mit Werken von Danzi, Reicha, Hindemith und Zemlinsky.
Neue Elbland Philharmonie mit Tom Pauls
Foto: Novum GmbH
Die Neue Elbland Philharmonie ist ein Zusammenschluss der traditionsreichen Orchester Sinfonieorchester Pirna und Elbland Philharmonie Sachsen (Riesa). Entlang der Sächsischen Weinstraße gehören das Meißner Theater und der Dom zu Meißen ebenso zu den Spielstätten des Klangköpers wie die Marienkirche Pirna, die Stadthalle „stern“ in Riesa und die Großenhainer Marienkirche. Kernpunkt des Spielplanes mit etwa 140 Konzerten jährlich sind zwei Anrechtsreihen mit anspruchsvoller bzw. unterhaltender Sinfonik. Hinzu kommen vielfältige, originelle Formen von Schüler- und Familienkonzerten, Oratorienaufführungen gemeinsam mit den regionalen Kirchenchören, Projekte zeitgenössischer Musik sowie Sonderkonzerte mit Tom Pauls, Katrin Weber und den Herren des Zwingertrios. Gastspiele führten die 50 Musiker durch ganz Deutschland sowie nach Belgien, Polen, Österreich und in die Schweiz. Zu den Höhepunkten gehören Konzerte in der Berliner Philharmonie, in der Semperoper Dresden, im Leipziger Gewandhaus und in der Tonhalle Zürich. Namhafte Solisten wie Ludwig Güttler, Camillo Radicke, Andreas Boyde und Jan Vogler gastieren regelmäßig beim Orchester.
Christian Voß ist seit der Spielzeit 2006/2007 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Neuen Elbland Philharmonie. Zuvor war er als erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor an den Städtischen Bühnen Münster engagiert. Voß wurde 1970 in Erfurt geboren und studierte in Weimar Komposition und Orchesterdirigieren. Er gastierte bei zahlreichen führenden Orchestern in Deutschland, darunter Berliner Sinfonieorchester und Dresdner Philharmonie, aber auch bei großen Orchestern in europäischen und asiatischen Musikzentren. Darüber hinaus dirigierte Voß erfolgreich Musiktheater, unter anderem Beethovens Fidelio in der Komischen Oper Berlin und Richard Wagners Ring des Nibelungen in Münster. Darüber tritt Voß als Komponist in Erscheinung und hat Werke zur Uraufführung gebracht: zuletzt zeiTweg (2007) und die Fanfare für Riesa, gewidmet dem 888jährigen Jubiläum der Stadt (DVD) sowie die CD 2008 blickWinkel.
Foto: privat
Der 1959 in Leipzig geborene Schauspieler Tom Pauls sang mit sieben Jahren im Rundfunkkinderchor Leipzig und erhielt nebenbei Klavier- und Gitarrenunterricht. Nach seiner Berufsausbildung absolvierte er an der Theaterhochschule seiner Heimatstadt ein Schauspielstudium, währenddessen er im Studio des Dresdner Staatsschauspiels auf der Bühne stand und dort 1983 in das Ensemble engagiert wurde. Ein Jahr zuvor hob er mit Peter Kube und Jürgen Haase das Zwinger Trio aus der Taufe, das dank seines unverwechselbaren Profils zwischen Kabarett, Clownerie und Slapstick binnen kürzester Zeit bekannt wurde. Seit 1990 arbeitet der Theatermensch Tom Pauls freischaffend. Seine Vielseitigkeit stellte er unter anderem in Soloabenden und den Auftritten mit der Neuen Elbland Philharmonie unter Beweis. Mit Ilse Bähnert hat er eine Kultfigur geschaffen, eine Rolle, in der er seine die Dinge durch die „Ostbrille“ sehende Großmutter spielt. Die liebenswerte alte Dame ist sächsisches Urgestein geworden, leicht verschroben und mit einem unvergleichlichen Wortwitz. Eine echte Volksfigur also. Schon 1995 erhielt Tom Pauls dafür den Preis der Europäischen Lachmesse. Im Jahr 2007 gründete er die Ilse Bähnert Stiftung zur Erhaltung und Pflege der sächsischen Sprache und Kultur. Im November 2011 eröffnete er in Pirna bei Dresden das Tom-Pauls-Theater. Tom Pauls lebt in Dresden, ist verheiratet und hat drei Söhne.
Gemeinsam gestalten das Orchester unter Leitung von GMD Christian Voß und Tom Pauls bei der Musikwoche Hitzacker 2012 die heitere Bearbeitung von Shakespeares Komödie, „Ein Sommernachtstraum auf Sägg´sch“ am 22.02.2012 im Verdo.
Amadeus Wiesensee
Foto: privat
Amadeus Wiesensee, 1993 in Würzburg geboren, ist Schüler von Prof. Karl-Heinz Kämmerling, zunächst als Jungstudent am Mozarteum in Salzburg, seit 2009 am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter an der Hochschule für Musik in Hannover. Er konzertierte bereits im Alter von 12 Jahren mit dem Münchner Rundfunkorchester, es folgten Auftritte mit der Deutschen Streicherphilharmonie, Philharmonie Bad Reichenhall, dem Festivalorchester des Konzertvereins Bodensee und dem Animato Kammerorchester. 2006 war er sechsfacher Preisträger des Münchner Klavierpodiums. Er war mehrfach 1. Preisträger bei Jugend musiziert, 2008 mit Sonderpreisen der Jürgen Ponto-Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben. 2009 wurde er vom BR Symphonieorchester zu einem öffentlichen Workshop mit Hélène Grimaud eingeladen. Es folgten Soloabende bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Kampener Literatur- und Musiktagen und der Konrad Adenauer-Stiftung. Im Oktober 2010 konzertierte er bei den Schwetzinger Mozarttagen. 2012 folgen Auftritte im Münchner Gasteig, beim Würzburger Mozartfest sowie im Schloss Tegernsee.
Erleben Sie den Hochbegabten in der Matinee „Junge Elite III“ am 23.02.2012 mit Werken von Bach, Brahms, Beethoven und Chopin.
Andreas Lorenz, Roland Straumer und Friedrich Kircheis
Andreas Lorenz wuchs in einem erzgebirgischen Kantorenhaus in der Jahrhunderte alten Musiktradition des südlichen Sachsens auf. Früh lernte er unterschiedliche Instrumente, studierte später an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Alfred Tolksdorf und ging aus dem Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen als Preisträger hervor. Sein erstes Orchesterengagement führte Andreas Lorenz als Solo-Oboist 1974 in die Meininger Hofkapelle, 1975 kam er zur Staatskapelle Berlin und 1977 zur Dresdner Philharmonie. Seit 1982 ist er Mitglied der Sächsischen Staatskapelle und war von 1982 bis 2008 deren Solo-Oboist. Als Pädagoge betreute Andreas Lorenz darüber hinaus von 1975 bis 2005 einen Lehrauftrag an der Dresdner Musikhochschule. Als Solist pflegt er die Dresdner Blastradition und konzertiert mit zahlreichen Ensembles und Orchestern. Als Kammermusiker initiierte er viele Ensembles und arbeitet seit vielen Jahren mit Eckart Haupt, Ludwig Güttler und Helmut Branny zusammen.
Roland Straumer wurde 1958 in Dresden geboren. Seinen ersten Violinunterricht erhielt er im Alter von vier Jahren bei Annemarie Dietze. Sie blieb seine Lehrerin bis zum Studium an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden, welches er bei Manfred Scherzer abschloss. Erfolgreiche Teilnahmen bei nationalen und internationalen Violinwettbewerben (mehrfach 1. Preisträger des Bach-Wettbewerbs für Schüler und Jugendliche in Leipzig, Internationaler Tschaikowsky-Wettbewerb, Internationaler ARD-Wettbewerb) wurden 1980 mit dem ersten Preis und der Goldmedaille beim Maria-Canals-Wettbewerb in Barcelona gekrönt. 1982 wurde er als erster Konzertmeister der Staatskapelle Dresden engagiert. Zahlreiche solistische Verpflichtungen mit verschiedenen Orchestern in Europa und Japan sowie Konzerte, Tourneen und Aufnahmen führten ihn mit namhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Sir Colin Davis, Bernard Haitink, James Levine, Seiji Ozawa, Giuseppe Sinopoli und Zubin Metha zusammen. 1986 wurde er Gründungsmitglied und Konzertmeister der Virtuosi Saxoniae unter der Leitung von Ludwig Güttler. Mit diesem Kammerorchester ist Roland Straumer auch als Solist in Konzertsälen wie der Kölner Philharmonie, dem Herkulessaal München, der Berliner Philharmonie sowie der Hamburger Musikhalle aufgetreten. Straumer wirkte bei zahlreichen CD-Einspielungen mit Orchester-, Opern- und Kammermusik mit. Dabei entstanden Aufnahmen von Violinkonzerten der Barockzeit (Telemann, Graun, Vivaldi und Pisendel), von Bachs Brandenburgischen Konzerten sowie Vivaldis Vier Jahreszeiten mit den Virtuosi Saxoniae unter Ludwig Güttler.
Friedrich Kircheis, geboren in Aue/Erzgebirge, trat schon als Schüler seine erste Kantorenstelle an. Er studierte an der Hochschule für Musik in Leipzig bei Wolfgang Schetelich, Robert Köbler und Hannes Kästner und begann als Kirchenmusiker und Chordirektor. 1971 wurde er Kantor und Organist der Diakonissenhauskirche Dresden und tritt als Organist und Cembalist verschiedener Kammermusikvereinigungen auf, darunter von 1975 bis 1982 bei den Dresdner Kammersolisten. 1972 war er Preisträger beim IV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig. Seit 1979 musiziert Friedrich Kircheis als ständiger Partner von Ludwig Güttler an der Orgel sowie bei den Virtuosi Saxoniae und dem Leipziger Bach-Kollegium am Cembalo.
Zusammen mit Ludwig Güttler (Trompete und Corno da Caccia) werden die Musiker das Konzert „Musikwoche zu Gast in Lüchow“ am 23.02.2012 um 20 Uhr in der St. Joahnniskirche in Lüchow gestalten. Hier werden dem Publikum Werke von J.Ph. Kirnberger, Homilius und anderen in reizenden Instrumentenkombinationen präsentiert.
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Igor Levit
Foto: Felix Broede
Erst vor kurzem zum BBC New Generation Artist ernannt, kann Igor Levit trotz seines jungen Alters bereits auf viele musikalische Erfolge zurück blicken. So konzertierte er mit dem Luzerner Sinfonieorchester und Andris Nelsons, dem NDR Sinfonieorchester und John Axelrod und dem Israel Philharmonic Orchestra, debütierte im Berliner „Radialsystem“, beim Klavierfestival Ruhr, Rheingau Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Schumannfest Düsseldorf und Musikfest Stuttgart. Regelmäßige Auftritte führen ihm zum Kissinger Sommer, wo ihm 2009 der „Luitpold Preis“ für Junge Künstler verliehen wurde. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Lisa Batiashvili, François Leleux, Gautier und Renaud Capuçon, Mischa Maisky, Maxim Vengerov, Valeriy Sokolov und Maximilian Hornung. Als jüngster Teilnehmer gewann er beim 2005 ausgetragenen International Arthur Rubinstein Wettbewerb in Tel Aviv vier Preise, zudem war er als zweiter Preisträger beim International Maria Callas Grand Prix in Athen erfolgreich und gewann den International Hamamtsu Piano Academy Competition in Japan. Ausgebildet von Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio, Bernd Goetzke, Lajos Rovatkay und Hans Leygraf, beendete Igor Levit sein Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover mit der höchsten je erreichten Punktzahl. Seit 2003 wird er von der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie der Deutschen Stiftung Musikleben unterstützt. Er spielt einen Konzertflügel der Marke Steinway D, der ihm großzügig von der Stiftung „Independent Opera at Sadler’s Wells“ zur Verfügung gestellt wird. Geboren 1987 in Nizhni Nowgorod, übersiedelte er im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland und lebt in Hannover.
Igor Levit gastiert am 24.02.2012 um 20 Uhr in der St. Johanniskirche in Hitzacker mit dem Klavierabend „Moments musicaux“. Vorgetragen werden Schuberts „Moments musiceaux“, Prokofjews Sonate Nr 4 Opus 29, sowie Beethovens Sonaten op 14/2 und op 53 („Waldstein“).
Eckhart Haupt
Foto: Matthias Creutziger
Eckart Haupt zählt zu den führenden Flötisten der Gegenwart. Er wurde in Zittau geboren, studierte Flöte und Komposition in Dresden und Leipzig. 1970 trat er sein erstes Engagement als Soloflötist der Dresdner Philharmonie an. Als Soloflötist der Staatskapelle Dresden (seit 1981) steht er in der verpflichtenden Tradition der Sächsischen Bläserschule, die von Buffardin, Quantz und Fürstenau begründet wurde. Neben seiner Orchestertätigkeit unter bedeutenden Dirigenten bereiste er als Solist und mit den Dresdner Barocksolisten die Musikzentren der Alten und Neuen Welt. Haupt ist Gast internationaler Festivals, leistet Quellenforschung, ediert Musik vergangener Epochen und betreut Meisterklassen. Als Professor an der Dresdner Musikhochschule gibt er in einer eigenen Klasse seine Erfahrungen an die junge Generation weiter. Seine Soloprogramme enthalten regelmäßig auch Werke zeitgenössischer Komponisten, von denen eine Vielzahl eigens für ihn komponiert wurde. Unter seinen vielen CD-Einspielungen erhielten manche den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Seine Aufnahmen mit Werken von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach gelten weltweit als exemplarisch. Haupt wurde 1996 der Fritz-Busch-Preis der Staatsoper Dresden verliehen. Seit 2004 ist er Kultursenator des Freistaates Sachsen sowie Mitbegründer der Dresdner Kulturinitiative. Neben seiner bildnerischen Tätigkeit widmet er sich Studien zur Geschichte der Staatskapelle. 2010 folgte die Promotion zum Doktor der Philosophie.
Eckart Haupt ist der Solist des Galakonzerts „Barocke Pracht“ am 25.02.2012 um 11 Uhr im Verdo in Hitzacker. Zusammen mit den Virtuosi Saxoniae unter der Leitung von Ludwig Güttler interpretiert er Werke, die von der Intrade bis zum prächtigen Barockkonzert reichen. Es stehen Werke von Caldara, Locatelli, C.P.E. Bach und anderen auf dem Programm.
Hallenser Madrigalisten
Foto: Gert Mothes
Die Hallenser Madrigalisten wurden 1963 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von Siegfried Bimberg gegründet. Die Mitglieder üben größtenteils musiknahe Berufe aus. A-cappella-Gesang der Epochen bis zurück zur Renaissance liegt dem semiprofessionellen Kammerchor besonders am Herzen. Mehrfach brachten die Hallenser Madrigalisten zeitgenössische Werke als Ur- oder Erstaufführungen zu Gehör, darunter Widmungen und Auftragskompositionen. Es liegen mehrere CD-Produktionen vor. Die erfolgreiche und regelmäßige Zusammenarbeit mit renommierten Dirigenten und Ensembles wie Howard Arman, Flautando Köln, Ludwig Güttler, Virtuosi Saxoniae und Händelfestspiel-Orchester der Staatskapelle Halle führt den Chor auch in die Welt instrumentalbegleiteter Chormusik. In den nahezu 50 Jahren seines Bestehens prägte vor allem Andreas Göpfert den Chor. In seiner Amtszeit errang der Chor internationale Wettbewerbspreise. Konzertreisen führten nach Israel, Spanien, Frankreich und Kuba. Auch unter Helko Siede und Sebastian Reim traten die Madrigalisten in Deutschland vielerorts bei Konzerten, Festivals und etablierten Reihen auf. Zur Expo 2000 brachten sie das weithin beachtete Schnittke-Werk Der gelbe Klang zur deutschen Erstaufführung. Unter der Leitung von Sebastian Reim wurde der Chor wiederholt vom Rheingau Musikfestival, dem MDR Musiksommer und den Hildebrandt-Tagen Naumburg eingeladen. Seit 2010 ist Tobias Löbner künstlerische Leiter. Die von ihm einstudierte Kammeroper Katharina von Bora, ein Auftragswerk der Sächsischen Bläserphilharmonie, kam 2010 im Gewandhaus zu Leipzig zur Uraufführung. Mit seinem unverwechselbaren Klang ist der Chor auch 2012 wieder beim internationalen Bachfest Leipzig, der Musikwoche Hitzacker und etablierten Konzertreihen in und um Halle zu erleben – erstmals auch beim Festival Unerhörtes Mitteldeutschland.
Erleben Sie den Chor im Gesprächskonzert „Bachkantate“ am 26.02.2012 um 11 Uhr in der Hitzackeraner St. Johanniskirche, in dem unter der Moderation von Ludwig Güttler die Kantate „Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte“ BWV 174 besprochen, musiziert und traditionell gemeinsam gesungen wird.
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